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Interessenvertretung

Dieser Text beschreibt Interessenvertretung.


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Interessenvertretung Artikel

Eine Interessenvertretung soll die Interessen einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe definieren und vertreten.

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Alternde Belegschaften im demografischen Wandel: Ein Thema für Interessenvertretungen Die Beschreibung für das Buch "Alternde Belegschaften in dem demografischen Wandel: Ein Thema für Interessenvertretungen" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Viele Formen

Diese Interessen leiten sich meistens direkt oder indirekt aus den Grundrechten ab. Nach diesen Interessenfeldern lassen sich die Interessenvertretungen gliedern (zum Beispiel Arbeit, Verbraucher usw.). In der Demokratie werden sie durch Versammlungsfreiheit, Vereinigungsrecht usw. geschützt.

Manche Interessenvertretungen werden durch gesetzliche Grundlagen ausdrücklich untermauert (zum Beispiel Betriebsräte durch das Betriebsverfassungsgesetz), andere beruhen ausschließlich auf privater Initiative (z. B. ADAC, Bürgerinitiativen). Wenn sie als Vereinigung oder Körperschaft eine relevante Größe und Rechtsform (zum Beispiel Verein) erreicht haben, spricht man von Interessenverbänden.

Zur Interessenvertretung zählen aber auch Betriebsräte, Personalräte, Schülerräte, Fachschaftsräte, AStA, Elternversammlungen von Kindergärten, Heimräte in Seniorenanlagen und viele mehr in dem Bereich der Selbstverwaltung und Mitbestimmung.

Buch-Tipp: Arbeitsrechtliche Aspekte der freiwilligen und gesetzlichen Interessenvertretungen Um ausführliche Informationen zum Buch "Arbeitsrechtliche Aspekte der freiwilligen und gesetzlichen Interessenvertretungen" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet.

Grundgedanke

Grundgedanke der Interessenvertretung ist stets die Mitbestimmung, das heißt, Menschen und Unternehmen, die von gesellschaftlichen oder anderen Entscheidungen und Entwicklungen betroffen sind, die Gelegenheit der Mitsprache und darüber hinaus zur Beteiligung an Entscheidungen zu geben.

Dies dient dem sozialen Frieden. Da aber nicht alle mit allen zugleich beraten und verhandeln können, ist es in der Regel erforderlich, dass die vertretenen Personen innerhalb der Interessenvertretung die Möglichkeit haben, gemeinschaftlich und demokratisch eine Position zu entwickeln, die dann von den Mitgliedern getragen und von den Vertretern nach außen artikuliert wird.

Buch-Tipp: Aufbau und Institutionalisierung gewerkschaftlicher und betriebsverfassungsrechtlicher Interessenvertretungen in den neuen Bundesländern. Um ausführliche Informationen zum Buch "Aufbau und Institutionalisierung gewerkschaftlicher und betriebsverfassungsrechtlicher Interessenvertretungen in den neuen Bundesländern. " zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden zum entsprechenden Buch auf der Händlerseite weiter geleitet....

Öffentlichkeitsarbeit

Jede Interessenvertretung muss sich auch insbesondere der Kritik der anderen Seite stellen, weil die Interessen entgegengesetzt sind (Interessenskonflikt). Die Auseinandersetzungen werden dann in der Regel auch über die Medien und die Öffentlichkeit ausgetragen. Eine Öffentlichkeitsarbeit nach innen und nach außen ist demzufolge ein notwendiger Bestandteil der Interessenvertretung.

Bei der institutionell verankerten Interessenvertretung muss man aber auch berücksichtigen, dass zu dem Beispiel Informationen aus der Mitwirkung in einem Verwaltungsrat häufig dem Amtsgeheimnis unterliegt (vgl. Verwaltungsverfahrensgesetz), in dem Betriebsrat Schweigepflicht über die Beratungen mit Mitarbeitern einzuhalten ist und in dem Personalrat bei schwebenden Verfahren Stillschweigen gilt.

Buch-Tipp: Der Einfluss agrarischer Interessenvertretungen auf die italienische Politik von 1922-1993 Eine Beschreibung zum Buch "Der Einfluss agrarischer Interessenvertretungen auf die italienische Politik von 1922-1993" finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Um dorthin zu gelangen klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu diesem Buchtitel weiter geleitet.

Probleme

Wenn Interessenvertretungen eine Position erreicht haben, in der sie über Gespräche hinaus auch an Verhandlungen teilhaben können, besteht die Gefahr der Monopolisierung und der anschließenden Instrumentalisierung . So kann es zu dem Beispiel in einzelnen Betrieben passieren, dass der Betriebsratsvorsitzende plötzlich ca. noch die Interessen des Arbeitgebers vertritt. Ein Streik am Betriebsrat vorbei ist aber kaum noch möglich.

Ein Grundproblem kann sich entwickeln, wenn eine Interessenvertretung ohne Beteiligung der Basis agiert. Eine Meinung, von der nicht sichergestellt ist, dass sie von der eigenen Basis mehrheitlich gewünscht, verstanden und getragen wird, ist in der Regel auch nach außen unglaubwürdig und beschädigt das Ansehen der Interessenvertretung.

Ferner können sich auch Interessenvertretungen entwickeln, die zwar die ökonomischen Bedürfnisse ihrer Mitglieder wahren, aber den Interessen der Gesellschaft gegebenenfalls schaden (Lobbyismus). Ursachen können fehlendes Bewusstsein für die gesellschaftliche Verantwortung, Profitstreben oder ein Beharren auf Ideologien sein.

In diesem Zusammenhang besteht die Frage, ob sich Interessenvertretungen eng an ihre eigentliche Zweckbestimmung halten müssen, oder ob ihre gesellschaftliche Verantwortung es zugleich sogar verlangt, dass sie zu anderen politischen Themen Stellung nehmen. Zu dem Beispiel ist an den Hochschulen das Allgemeinpolitische Mandat umstritten.

In totalitären Staaten widerfährt den Interessenvertretungen die Gleichschaltung und Kontrolle durch den Staat. Sie ist häufig mit einer Zwangsmitgliedschaft verbunden.

Buch-Tipp: Institutionalisierte Interessenvertretungen in der Europäischen Union Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Institutionalisierte Interessenvertretungen in der Europäischen Union". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet.

Organisationen

In der Bundesrepublik Deutschland wirkt eine Vielzahl von Interessenvertretungen:

  • Arbeitswelt
  • Wirtschaft
    • Arbeitgeberverbände
    • Standesvereinigungen
    • Innungen
    • Unternehmensverbände
    • Haus- und Grundbesitzervereine
  • Wohnen
    • Mieterbund
    • Seniorenräte
    • Heimräte in Studentenwohnheimen
  • Recht
    • Weißer Ring e.V.
    • Gefangenenintiativen
    • Initiativen für die Rechte von Asylsuchenden
  • Umwelt
    • Umweltschutzvereine
    • Iniativen gegen Verkehrsprojekte, Müllverbrennung, Kernenergie und ähnliches
Buch-Tipp: Konvergenz der Interessenvertretungen durch Globalisierung?: Ein Vergleich der Funktionsmechanismen der Arbeitnehmerinteressenvertretungssysteme in Deutschland ... und Japan am Beispiel der Elektroindustrie Um ausführliche Informationen zum Buch "Konvergenz der Interessenvertretungen durch Globalisierung?: Ein Vergleich der Funktionsmechanismen der Arbeitnehmerinteressenvertretungssysteme in Deutschland . . . und Japan am Beispiel der Elektroindustrie" zu bekommen klicken Sie bitte auf den Hyperlink oberhalb von diesem Text. Sie werden...

Rechtsgrundlagen

Die Rechtsgrundlage für Betriebsräte ist in dem Betriebsverfassungsgesetz festgelegt. Schon 1920 gab es das Betriebsrätegesetz.

Personalräte folgten in den 20er Jahren. Die Arbeit der Personalräte ist in den Mitbestimmungsgesetzen der Länder geregelt, zu dem Beispiel in dem Landespersonalvertretungsgesetz Berlin (LPersVG).

Auch die Allgemeinen Studierendenausschüsse (AStA) entstanden in den 20er Jahren. Ihre Arbeit ist den Hochschulgesetzen der Länder geregelt. In einigen Bundesländern gibt es jedoch keine Regelungen. Dort arbeiten provisorisch die Unabhängigen Studierendenausschüsse (UStA) an den Hochschulen.

Auch die Mitbestimmung in Seniorenanlagen ist gesetzlich geregelt (Heimmitwirkungsverordnung ). In Studentenwohnheimen ergaben sich Rechtsgrundlagen ca. aus den Förderbestimmungen (zum Beispiel Bundesjugendplan). Mieterbeiräte in dem sozialen Wohnungsbau wurden Anfang der 80er Jahre von der sozialliberalen Kooalition angedacht, aber nicht verwirklicht.

Buch-Tipp: Moderner Arbeitsschutz und Betriebsökologie - aktuelle Herausforderungen für Unternehmen und Interessenvertretungen Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch "Moderner Arbeitsschutz und Betriebsökologie - aktuelle Herausforderungen für Unternehmen und Interessenvertretungen". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zum Buchhändler weiter geleitet....

Literatur

  • Adi Ostertag , K. Buchholz, K. Klesse, R. Schmidt; Mitbestimmung und Interessenvertretung. Qualifizierte Mitbestimmung in Theorie und Praxis; Bund-Verlag, Köln; 1981; ISBN 3-7663-0504-2
  • Willi Dickhut; Gewerkschaften und Klassenkampf; Verlag Neuer Weg, Düsseldorf; 1988; ISBN 3-88021-169-8


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